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Behinderte Menschen endlich vollständig in unsere Welt integrieren.
Die bisher veröffentlichten Stellungnahmen der politischen Fraktionen im ÖGB zum Thema "Behinderung" zeigen deutlich, dass es wieder einmal nur um das sattsam bekannte Bla-bla in Vorwahlzeiten geht. Da wird gefordert, was das Zeug hält. Nach der Wahl wird, wie üblich, vieles oder gar alles vergessen sein….
Die ARGE steht hingegen dafür, dass behinderte Menschen endlich vollständig in unseren Dienststellen integriert werden. Dazu gehört selbstverständlich die gleiche Bezahlung inkl. Zulagen wie sie unsere nicht behinderten KollegInnen erhalten. Behinderten KollegInnen muss ein möglichst vollwertiger Einstieg in Fortbildung und somit auch des beruflichen Aufstiegs ermöglicht werden.
Aus meiner persönlichen Erfahrung als Behinderte kann ich sagen, dass Nicht-Behinderte eine körperliche Insuffizienz sehr oft mit einer geistigen Behinderung gleichsetzen. Dies geschieht zumeist sicherlich nicht aus böser Absicht, sondern weil sie es einfach nicht besser wissen und scheinbar auch nicht viel darüber nachdenken. Schlimm aber wird es dann, wenn körperlich behinderten Menschen der Zugang zu qualifizierten Arbeitsplätzen deshalb verwehrt wird, weil man ihnen die intellektuellen Fähigkeiten von vorne herein abspricht.
Viele körperlich behinderte Menschen in Wien wollen sinnvoll arbeiten, eigenes Geld verdienen und nicht auf Almosen von der Gesellschaft angewiesen sein. Es ist daher unakzeptabel, wenn sich die Stadt Wien durch die Zahlung von (derzeit) € 213,00 an "Ausgleichstaxe" pro Monat von der Verpflichtung, Behinderte einzustellen, freikaufen kann.
Die ARGE verlangt daher, dass die "Ausgleichstaxe" so stark erhöht wird, dass sie letztlich dem Lohn bzw. Gehalt eines Nicht-Behinderten entspricht. Nur dann wird es dem Arbeitnehmer in vielen Fällen nur auf die fachliche Kompetenz seiner Mitarbeiter ankommen und nicht mehr darauf, ob sie behindert oder nicht behindert sind.
Hilde Zodl